Der Cannabinoid-Markt entwickelt sich rasant weiter. Neben den bekannten Verbindungen wie Delta 9 THC oder CBD tauchen immer wieder neue Cannabinoide auf, die für Aufsehen sorgen. Eines davon ist THCJD – eine Substanz, die seit 2022 verstärkt in Europa und den USA vermarktet wird und mit Versprechen von besonders intensiver Wirkung lockt. THCJD (auch als thc jd bezeichnet) ist ein Homolog des psychoaktiven Cannabinoids THC (delta-9-THC) und unterscheidet sich von THC durch eine längere Alkylseitenkette, was zu besonderen Eigenschaften führen kann.
Doch was steckt wirklich hinter diesem Molekül? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Struktur, Herstellung, Auswirkungen von THCJD sowie die damit verbundenen Risiken. Wir ordnen die verfügbaren Informationen ein, vergleichen THCJD mit anderen Cannabinoiden und geben praktische Hinweise für alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten.
Was ist THCJD? (kurze, direkte Antwort gleich am Anfang)
THCJD ist ein halbsynthetisches Cannabinoid, das in der Cannabispflanze nur in Spuren vorkommt und heute hauptsächlich im Labor hergestellt wird. Die vollständige Bezeichnung lautet Tetrahydrocannabioctyl – ein Name, der auf die chemische Struktur des Moleküls hinweist.
Interessanterweise ist THCJD keine völlig neue Entdeckung. In der Fachliteratur wird die Verbindung bereits seit 1941 unter Bezeichnungen wie THC Octyl oder Delta-8-THC-C8 beschrieben. Der Cannabinoid ist chemisch eng mit Delta 9 THC verwandt, unterscheidet sich jedoch durch eine längere Seitenkette am Molekül. THCJD ist somit ein Homolog der Cannabinoids THC, wobei die Länge der Alkylkette die Bindungsfähigkeit an CB1-Rezeptoren beeinflusst und dadurch die Potenz der psychoaktiven Wirkung verändert. Diese strukturelle Besonderheit ist vermutlich der Grund, warum THCJD als deutlich potenter gilt als klassisches THC.
Da die natürlichen Gehalte in der Hanfpflanze extrem niedrig sind, wird THCJD heute meist halbsynthetisch im Labor aus CBD-Isolat oder anderen Vorläufern gewonnen. Die Herstellung erfolgt durch Isomerisierung von CBD-Molekülen mit Hilfe von Katalysatoren. Das Ergebnis dieser chemischen Umwandlung ist die Entstehung von THCJD. Seit etwa 2022/2023 findet man THCJD Produkte verstärkt im Legal-High-Markt – sowohl in Europa als auch in den USA.

Ursprung und Entdeckung von THCJD
THCJD ist kein zufällig „neu erfundenes” Molekül, sondern hat eine längere wissenschaftliche Geschichte. THC-ähnliche Verbindungen mit verlängerter Alkylseitenkette tauchten bereits Anfang der 1940er Jahre in der Cannabinoidforschung auf.
Im Jahr 1941 wurden Substanzen beschrieben, die heute weitgehend als THCJD interpretiert werden. In der wissenschaftlichen Literatur findet man Referenzen zu THC Octyl und dem synthetischen Cannabinoid JWH-138. Diese Verbindungen dienten ursprünglich als chemische Referenzsubstanzen für die Forschung – an einen Konsumentenmarkt dachte damals niemand.
Das änderte sich ab etwa 2020. Der CBD-Boom hatte zu einem wachsenden Interesse an alternativen Cannabinoiden geführt. Hersteller begannen, halbsynthetische Verbindungen zu produzieren und zu vermarkten. THCJD kam so auf den Markt.
Der Name „THCJD” selbst ist dabei ein Marketingbegriff. Die Initialen „JD” sollen vermutlich auf den Forscher hinweisen, der die Verbindung isoliert oder wiederentdeckt hat. Unter dieser Bezeichnung werden möglicherweise mehrere sehr ähnliche Octyl-THC-Isomere zusammengefasst. Seit 2022 findet man THCJD in immer mehr Produkten der Cannabisindustrie weltweit.
Chemische Struktur von THCJD und Unterschiede zu THC
THCJD ist ein Homolog von Delta 9 THC. Das bedeutet: Beide Moleküle teilen dasselbe Grundgerüst, unterscheiden sich aber in einem entscheidenden Detail – der Länge ihrer Alkylseitenkette.
Die Unterschiede lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
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Delta 9 THC besitzt eine Pentylkette mit 5 Kohlenstoffatomen
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THCJD besitzt eine Octylkette mit 8 Kohlenstoffatomen
Diese scheinbar kleine Abweichung in der Molekülstruktur hat erhebliche Auswirkungen. Eine längere Seitenkette erhöht die Lipophilie – also die Fettlöslichkeit – des Moleküls. Dadurch kann THCJD leichter durch Zellmembranen dringen und bindet vermutlich stärker an die Cannabinoid Rezeptoren des Körpers.
Besonders relevant ist die erhöhte Bindungsaffinität an den CB1 Rezeptor im Gehirn. Je länger die Kohlenstoffkette, desto stärker scheint diese Bindung zu sein. Das erklärt, warum THCJD als deutlich potenter gilt als klassisches THC.
In der Welt der Cannabinoide wird THCJD daher in die Gruppe der „Ultra-Potenz-Cannabinoide” eingeordnet. Ähnliche Verbindungen sind etwa THCP mit seiner 7-Kohlenstoff-Kette. Die Eigenschaften dieser Substanzen unterscheiden sich erheblich von traditionellem Cannabis.
Herstellung von THCJD: natürliches Vorkommen und halbsynthetische Produktion
Obwohl THCJD natürlich in der Cannabispflanze vorkommt, sind die Mengen so gering, dass eine direkte Extraktion wirtschaftlich kaum sinnvoll ist. Wir sprechen hier von Spuren – Konzentrationen, die für eine kommerzielle Gewinnung viel zu niedrig liegen.
In der Pflanze entsteht THCJD vermutlich über dieselben biosynthetischen Wege wie THC: CBG (Cannabigerol) wird zu THCA umgewandelt, woraus dann verschiedene THC-Varianten entstehen können. THCJD bleibt dabei jedoch ein Spurencannabinoid.
Die kommerzielle Herstellung erfolgt daher im Labor durch einen Prozess namens Isomerisierung. Das Ergebnis dieser Isomerisierung von CBD-Molekülen mit Hilfe von Katalysatoren ist die Entstehung von THCJD. Der typische Ablauf sieht so aus:
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Rohstoff: CBD-Isolat oder CBG-Isolat aus Hanf
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Chemische Reaktion: Einsatz von Säuren und Katalysatoren zur Molekülumwandlung
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Reinigung: Entfernung von Nebenprodukten und Verunreinigungen
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Endprodukt: THCJD als Destillat
Diese Methode klassifiziert THCJD als halbsynthetisches Cannabinoid. Der pflanzliche Vorläufer stammt aus Hanf, wird aber chemisch in ein anderes, stärker wirksames Molekül umgewandelt.
Bei dieser Produktion bestehen Risiken: Wird nicht sauber gearbeitet, können Rückstände von Lösungsmitteln, Schwermetallen oder unerwünschten Nebenprodukten im Endprodukt verbleiben. Die Qualität hängt stark von den Standards des herstellenden Labors ab.
Wie wirkt THCJD? Vermutete Effekte auf Körper und Psyche
Eines muss vorab klar sein: Es gibt kaum klinische Studien zu THCJD. Die verfügbaren Informationen stammen größtenteils aus Analogieschlüssen zu THC und aus Erfahrungen von Konsumenten, die seit 2022 ihre Berichte teilen.
THCJD wirkt wie THC am Endocannabinoid System des Körpers. Es bindet an CB1-Rezeptoren im Gehirn und zentralen Nervensystem sowie an CB2 Rezeptoren, die vor allem im Immunsystem verteilt sind. Die verlängerte Alkylkette führt zu einer stärkeren Rezeptorbindung.
Nutzer berichten typischerweise folgende Effekte:
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Intensives psychoaktives „High”
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Veränderte Wahrnehmung von Zeit und Raum
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Verstärkte Sinneseindrücke
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Euphorie und gehobene Stimmung
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Starke körperliche Entspannung bis hin zum „Couch-Lock”
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Gefühle von Glück und Zufriedenheit
Die Wirkung setzt laut Berichten oft schnell ein und hält länger an als bei klassischem Cannabis. Die Hauptwirkung wird auf etwa 2 bis 4 Stunden geschätzt, mit möglichen Nachwirkungen darüber hinaus.
Wichtig zu verstehen: Wirkstärke und -dauer hängen stark von individuellen Faktoren ab. Dosis, Konsumform (Vapes vs. Edible), Körpergewicht, Toleranz und persönliche Sensibilität spielen alle eine Rolle. Was für eine Person angenehm ist, kann für eine andere überwältigend sein.

Rezeptorbindung: Wie THCJD im Körper wirkt
THCJD entfaltet seine Wirkung im menschlichen Körper, indem es gezielt an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems bindet – ein Netzwerk, das eine zentrale Rolle bei der Regulierung zahlreicher physiologischer Prozesse spielt. Wie andere Cannabinoide, etwa THC oder CBD, interagiert THCJD vor allem mit den sogenannten CB1- und CB2-Rezeptoren.
Die CB1-Rezeptoren befinden sich überwiegend im Gehirn und im zentralen Nervensystem. Sie sind maßgeblich für die psychoaktiven Effekte verantwortlich, die viele Konsumenten mit Cannabinoiden verbinden. CB2-Rezeptoren hingegen sind vor allem im Immunsystem und in peripheren Geweben zu finden und beeinflussen unter anderem Entzündungsprozesse und das allgemeine Wohlbefinden.
Was THCJD von anderen Cannabinoiden unterscheidet, ist seine besondere Bindungsaffinität zu diesen Rezeptoren. Die verlängerte Alkylseitenkette in der Molekülstruktur von THCJD sorgt dafür, dass das Molekül noch stärker an die CB1-Rezeptoren andockt als klassisches THC. Diese Eigenschaft erklärt die erhöhte Potenz und die intensiveren psychoaktiven Auswirkungen von THCJD im Vergleich zu anderen Substanzen aus der Cannabispflanze.
Die spezifische Wirkung von THCJD auf das Endocannabinoid-System ist Gegenstand aktueller Forschung. Wissenschaftler untersuchen, wie die Struktur – insbesondere die Länge der Alkylseitenkette – die Bindung an die Rezeptoren und damit die Effekte auf Körper und Psyche beeinflusst. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese molekularen Unterschiede nicht nur die Potenz, sondern auch die Dauer und das Risikoprofil der Wirkung verändern können.
Da die Forschung zu THCJD und seiner Interaktion mit den CB1- und CB2-Rezeptoren noch am Anfang steht, sind viele Fragen zu therapeutischem Potenzial, Nebenwirkungen und Langzeitrisiken offen. Klar ist jedoch: Die besondere Bindungsstärke von THCJD macht es zu einem der potenteren Cannabinoide, dessen Auswirkungen auf den Körper sorgfältig beobachtet werden sollten.
Mögliche Nebenwirkungen und Gesundheitsrisiken von THCJD
Eine stärkere Bindung an den CB1 Rezeptor bedeutet nicht nur intensivere erwünschte Effekte – sie kann auch heftigere Nebenwirkungen mit sich bringen. Bei THCJD ist daher erhöhte Vorsicht geboten.
Zu den typischen kurzzeitigen Nebenwirkungen zählen Mundtrockenheit, gerötete Augen, erhöhter Puls, Schwindel, Übelkeit und Koordinationsstörungen. Diese Symptome kennt man auch von klassischem THC, sie können bei THCJD jedoch verstärkt auftreten.
Besonders ernst zu nehmen sind die psychischen Risiken:
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Angstzustände und innere Unruhe
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Paranoia und Verfolgungsideen
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Panikattacken, besonders bei hohen Dosen
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Dissoziation und Gefühl des Kontrollverlusts
Menschen mit psychischen Vorerkrankungen oder vulnerablen Persönlichkeitsstrukturen tragen ein erhöhtes Risiko. Die stärkere und längere Wirkung von THCJD erhöht die Wahrscheinlichkeit eines sogenannten „Bad Trips” oder Überdosierungsgefühls.
Zusätzliche Gefahren ergeben sich aus der halbsynthetischen Herstellung. Produkte können Verunreinigungen enthalten – Lösungsmittelrückstände, Pestizide, Schwermetalle oder unbekannte Nebenprodukte. Die Qualitätskontrolle variiert stark zwischen Herstellern.
Über Langzeitfolgen ist mangels Studien praktisch nichts bekannt. Stand 2024 bewegen wir uns hier im Bereich des völlig Unerforschten. Besondere Vorsicht, niedrige Einstiegsdosen und ausreichende Pausen zwischen dem Konsum sind daher angebracht.
THCJD im Vergleich zu THC, THCP, THCB und THCV
Der Markt für neue Cannabinoide ist unübersichtlich geworden. Verschiedene Substanzen mit unterschiedlichen Seitenkettenlängen werden angeboten, und sie unterscheiden sich erheblich in Potenz und Wirkung.
Die Länge der Alkylseitenkette ist der entscheidende Faktor. Im Gegensatz zu THC mit 5 Kohlenstoffatomen zeigen Cannabinoide mit längeren Ketten tendenziell stärkere psychoaktive Eigenschaften:
THCV besitzt nur 3 Kohlenstoffatome in der Kette. Es gilt als eher schwach psychoaktiv und wirkt teilweise sogar antagonistisch – also abschwächend – auf THC-Effekte.
THCB hat 4 Kohlenstoffatome und liegt damit leicht unter dem klassischen THC. Seine Potenz wird als moderat eingeschätzt.
Delta 9 THC mit seinen 5 Kohlenstoffatomen ist das bekannte und am besten erforschte psychoaktive Cannabinoid aus Cannabis.
THCP besitzt 7 Kohlenstoffatome und wird auf etwa 33-fache Potenz gegenüber THC geschätzt. Es gilt als eines der stärksten natürlich vorkommenden Cannabinoide.
THCJD mit 8 Kohlenstoffatomen wird auf etwa 19-fache Potenz gegenüber THC geschätzt. Im Vergleich zu THCP liegt es etwas darunter, übertrifft aber klassisches THC deutlich.
Der wesentliche Unterschied zwischen diesen Substanzen liegt auch im Forschungsstand. THC und THCV kommen natürlicherweise in größeren Mengen vor und sind besser untersucht. THCJD und THCP werden größtenteils im Labor erzeugt, und die wissenschaftliche Datenlage ist minimal.
Konsumenten beschreiben THCJD häufig als „eine Stufe über THC” – intensiver, länger anhaltend, aber auch mit höherem Risiko für unangenehme Erfahrungen. Individuelle Reaktionen variieren jedoch stark.
Rechtlicher Status von THCJD (Deutschland, EU und international)
Der rechtliche Status von THCJD ist dynamisch und ändert sich seit 2023/2024 in vielen Ländern. Was gestern noch in einer Grauzone lag, kann morgen verboten sein.
Deutschland: Die Einordnung von THCJD erfolgt im Kontext verschiedener Gesetze – dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) und dem neuen Cannabisgesetz. THC-ähnliche Substanzen können unter Betäubungsmittelrecht oder Analogregelungen fallen. Die rechtliche Bewertung hängt von der genauen chemischen Struktur ab und ist nicht immer eindeutig.
EU-Länder: In mehreren europäischen Ländern wurde THCJD zwischen 2022 und 2024 als „Grauzonen-Produkt” gehandelt. Frankreich hat bereits 2023 bei ähnlichen Substanzen wie HHC Verbote ausgesprochen (Juni 2023). THCJD rückt ebenfalls in den regulatorischen Fokus. Österreich, die Niederlande und Tschechien haben unterschiedliche Ansätze gewählt.
USA: Dort wird der Farm-Bill-Rahmen genutzt, der Hanf mit weniger als 0,3% Delta 9 THC legalisiert. Viele THCJD Produkte werden unter dieser Regelung verkauft. Allerdings erlassen einzelne Bundesstaaten eigene Verbote und Regulierungen.
Wichtiger Hinweis: Konsumenten sollten vor jedem Kauf den jeweils aktuellen nationalen Rechtsstand prüfen. Verbote oder Einstufungen können sich kurzfristig ändern, und was online als „legal” beworben wird, muss es im eigenen Land nicht sein.
Welche THCJD-Produkte gibt es auf dem Markt?
Seit etwa 2022 ist THCJD zunehmend Bestandteil von Legal-High-Sortimenten und Online-Shops in Europa und den USA. Die Produktvielfalt ist beachtlich.
Typische Produktformen umfassen:
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Vape-Pens und Kartuschen: Zum Verdampfen, schneller Wirkungseintritt
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Gummibärchen und andere Edibles: Längerer Wirkungseintritt, aber auch längere Wirkdauer
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Tinkturen und Öle: Sublingual unter die Zunge oder zum Mischen
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Blüten mit THCJD-Destillat: Herkömmliche Hanfblüten, die mit THCJD-Destillat versetzt wurden
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Haschisch-Varianten: Gepresste Produkte mit THCJD-Anteil
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Schokolade und Getränke: Edibles in alternativen Formen
THCJD wird fast immer mit anderen Cannabinoiden kombiniert. Typische Kombinationen enthalten CBD, THCP, THCH oder THCA. Diese Mischungen sollen die Wirkung modulieren und ein bestimmtes Effektprofil erzeugen – ähnlich dem sogenannten Entourage-Effekt bei natürlichem Cannabis.
Viele Produkte liegen formell unter den gesetzlichen THC-Grenzwerten (etwa unter 0,2% oder 0,3% Delta 9 THC). Durch den THCJD-Gehalt sind sie dennoch sehr potent.
Der Preis für THCJD Produkte variiert stark. Dosierungsempfehlungen der Hersteller sind oft sehr vorsichtig formuliert – zum Beispiel 1 bis 2 Züge beim Vape oder eine kleine Portion bei Edibles. Diese Empfehlungen sollten unbedingt beachtet werden.

Qualität, Laboranalysen und Verbraucherschutz
Bei halbsynthetischen Cannabinoiden wie THCJD ist eine unabhängige Qualitätskontrolle besonders wichtig. Die Herstellung im Labor birgt Risiken, die nur durch sorgfältige Analysen minimiert werden können.
Sinnvolle Laboranalysen umfassen:
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Analyseart |
Was wird geprüft |
Warum wichtig |
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Cannabinoid-Profil |
Gehalt an THCJD, THC, CBD etc. |
Korrekte Dosierung |
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Lösungsmittel |
Rückstände aus der Produktion |
Gesundheitsschutz |
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Pestizide |
Belastung des Ausgangsmaterials |
Gesundheitsschutz |
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Schwermetalle |
Blei, Cadmium, Quecksilber etc. |
Langzeitrisiken |
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Mikrobiologie |
Schimmel, Bakterien |
Akute Gesundheitsrisiken |
Seriöse Anbieter stellen Analysezertifikate (COAs – Certificates of Analysis) von unabhängigen Laboren bereit. Achten Sie auf ein aktuelles Prüfdatum (idealerweise 2023/2024) und eine Chargennummer, die zum Produkt passt.
Fehlende oder unklare Laborberichte sind ein Warnsignal. Besonders bei extrem günstigen THCJD Produkten sollten Sie skeptisch sein – Qualitätskontrollen kosten Geld, und wer hier spart, spart am falschen Ende.
Auch „legal” angebotene Produkte können gesundheitlich riskant sein, wenn Herstellung und Reinigung nicht professionell erfolgen. Die Liste der Quellen, denen Sie vertrauen, sollte kurz und geprüft sein.
Sichere Anwendung, Dosierung und Zielgruppen, die verzichten sollten
Ein besonders vorsichtiger Umgang mit THCJD ist angebracht. Die Verbindung kann deutlich stärker wirken als klassisches THC – mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt.
Für unerfahrene Nutzer oder Menschen ohne THC-Toleranz ist von THCJD grundsätzlich abzuraten. Wenn Sie neu in der Welt der Cannabinoide sind, beginnen Sie mit besser erforschten Substanzen und niedrigen Dosen.
Für erfahrene Konsumenten gelten folgende Empfehlungen:
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Start low, go slow: Mit sehr niedrigen Dosen beginnen
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Abstände einhalten: Bei Vapes lange Pausen zwischen den Zügen
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Wirkung abwarten: Besonders bei Edibles kann es 1-2 Stunden dauern
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Set und Setting beachten: Sichere Umgebung, vertraute Personen
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Keine Kombination: THCJD nicht mit Alkohol, anderen Drogen oder sedierenden Medikamenten einnehmen
Bestimmte Personengruppen sollten ganz auf THCJD verzichten:
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Schwangere und Stillende
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Minderjährige
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Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Menschen mit psychischen Vorerkrankungen (Psychosen, schwere Angststörungen, Depressionen)
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Personen, die Medikamente einnehmen, die mit Cannabinoiden interagieren könnten
Diese Empfehlungen sind harm-reduction-orientiert. Sie sollen nicht zum Konsum animieren, sondern Risiken minimieren, falls jemand sich für den Konsum entscheidet.
Zukunftsaussichten: Forschung, Markt und gesellschaftliche Bedeutung
Die Zukunft von THCJD und anderen neuen Cannabinoiden ist eng mit dem Fortschritt der wissenschaftlichen Forschung und der Entwicklung klarer regulatorischer Rahmenbedingungen verknüpft. Während THCJD aktuell in einigen Ländern als legale Alternative zu klassischen psychoaktiven Substanzen gehandelt wird, ist absehbar, dass sich die rechtliche Lage mit wachsendem Wissen über Wirkung und Risiken weiterentwickeln wird.
Der Markt für Cannabinoide wächst weltweit rasant. Das Interesse an innovativen Produkten, die neben THCJD auch andere neue Cannabinoide enthalten, ist sowohl im medizinischen als auch im Freizeitbereich groß. Hersteller experimentieren mit unterschiedlichen Kombinationen und Darreichungsformen, um gezielte Anwendungen und neue Erlebnisse zu ermöglichen. Besonders im Bereich Wellness und alternative Medizin könnten sich daraus vielfältige Einsatzmöglichkeiten ergeben.
Gleichzeitig stehen Forschung und Entwicklung vor der Herausforderung, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Substanzen zu belegen. Nur durch enge Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden und eine strenge Regulierung kann gewährleistet werden, dass Produkte mit THCJD und anderen Cannabinoiden den Verbraucherschutz ernst nehmen und Missbrauchspotenzial minimiert wird.
Die gesellschaftliche Bedeutung von THCJD wird sich in den kommenden Jahren weiter herauskristallisieren. Mit zunehmender Aufklärung über die Eigenschaften, Vorteile und Risiken dieser Substanzen kann sich auch die öffentliche Wahrnehmung und die politische Haltung verändern. Die Entwicklung neuer Cannabinoide wie THCJD steht exemplarisch für den Wandel in der Cannabisindustrie – von der reinen Freizeitdroge hin zu einem Feld mit medizinischem, therapeutischem und wirtschaftlichem Potenzial.
Letztlich wird die Zukunft von THCJD davon abhängen, wie verantwortungsvoll Industrie, Forschung und Gesellschaft mit den neuen Möglichkeiten umgehen. Nur so kann das Potenzial dieser Substanzen ausgeschöpft werden, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren.
Fazit: Wie ist THCJD aktuell einzuordnen?
THCJD ist ein stark psychoaktives, halbsynthetisches Cannabinoid mit verlängerter Seitenkette. Es ist chemisch eng mit THC verwandt, aber potenziell deutlich potenter – und gleichzeitig erheblich schlechter untersucht als klassische Cannabinoide.
Die Welt der THCJD Produkte wächst, internationale Märkte entstehen, und das Interesse der Konsumenten ist groß. Dennoch bleibt die wissenschaftliche Datenlage zu Sicherheit und Langzeiteffekten minimal. Wir wissen schlicht nicht, welche Risiken mit regelmäßigem Konsum verbunden sein könnten.
Wer sich mit THCJD auseinandersetzen möchte, sollte vor einem möglichen Konsum sowohl die rechtliche Situation im eigenen Land als auch gesundheitliche Risiken und Qualitätssicherung kritisch prüfen. Fehlende Laboranalysen und unklare Herkunft sind Ausschlusskriterien.
Verantwortungsbewusster Umgang, Transparenz der Hersteller und weitere unabhängige Forschung sind die zentralen Voraussetzungen für eine seriöse Bewertung von THCJD. Bis dahin gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.


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