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Kurze Zusammenfassung: Was ist TAC Cannabinoid?

TAC steht für Total Active Cannabinoids und beschreibt den gesamten Gehalt aller aktiven Cannabinoide in einem Cannabis-Produkt. Anders als viele Konsumenten annehmen, handelt es sich bei TAC nicht um ein einzelnes Cannabinoid wie THC oder CBD, sondern um eine Kennzahl, die das gesamte Wirkstoffprofil einer Cannabisprobe zusammenfasst. Im Jahr 2024 findet man diese Angabe vor allem auf Produktlabels in legalen Märkten wie Kanada, bestimmten US-Bundesstaaten sowie bei medizinischem Cannabis in Deutschland. Gerade bei modernen TAC Vapes und speziellen Mischformulierungen gewinnt diese Kennzahl zunehmend an Bedeutung, da sie Nutzern einen schnellen Überblick über die Gesamtheit der enthaltenen Wirkstoffe gibt.

Was bedeutet TAC (Total Active Cannabinoids) genau?

Der Begriff TAC Total Active Cannabinoids bezeichnet den prozentualen Anteil aller decarboxylierten, also aktiven Cannabinoide in einem Produkt. Diese Angabe findet sich auf Blüten, Extrakten, Vapes und Ölen und gibt Aufschluss darüber, wie viel wirksame Substanz tatsächlich enthalten ist.

Ein konkretes Beispiel macht die Sache verständlicher: Eine Cannabissorte mit 26 % TAC enthält pro Gramm insgesamt 260 mg aktive Cannabinoide. Dieser Wert setzt sich aus verschiedenen Verbindungen zusammen, die im Labor gemessen wurden.

In den TAC-Wert fließen typischerweise Cannabinoide wie THC, CBD, CBG, CBC und CBN ein. Auch seltenere Molekülstrukturen werden erfasst, sofern sie im Labor nachweisbar sind. Die Menge an erfassten Verbindungen hängt dabei von der Sensitivität der verwendeten Analysemethode ab.

Ein wichtiger technischer Aspekt: Labore quantifizieren meist die sauren Vorstufen wie THCA und CBDA, da diese in der frischen Pflanze dominieren. Anschließend wird rechnerisch umgerechnet, wie viel aktives THC oder CBD nach der Decarboxylierung entstehen würde. Der TAC-Wert auf dem Etikett berücksichtigt diese Umrechnung bereits und spiegelt damit die potenzielle Wirkung beim Konsum wider.

Nahaufnahme einer Cannabisblüte, deren kristalline Trichome im Licht funkeln. Diese Blüte zeigt eine hohe Konzentration aktiver Cannabinoide, die für die Qualität und Wirkung von Cannabisprodukten entscheidend sind.

TAC vs. THC: Unterschiede zwischen Kennzahl und Einzel-Cannabinoid

Die Verwechslung zwischen TAC und THC gehört zu den häufigsten Missverständnissen in Online-Shops und Coffee Shops. Dabei handelt es sich um grundlegend verschiedene Konzepte, deren Unterschied für eine fundierte Produktauswahl entscheidend ist.

THC ist ein einzelnes psychoaktives Cannabinoid, das für das typische High verantwortlich ist. TAC hingegen ist die Summe aller aktiven Cannabinoide in einer Probe. Der Unterschied hat praktische Konsequenzen für das Erleben beim Konsum.

Betrachten wir ein konkretes Beispiel: Eine Blüte mit 30 % TAC könnte sich folgendermaßen zusammensetzen: 22 % THC, 2 % CBD, 1 % CBG und weitere Cannabinoide, die den Rest ausmachen. Pro Gramm bedeutet das 220 mg THC, 20 mg CBD und 10 mg CBG.

Parameter

Bedeutung

Beispiel

TAC

Gesamtgehalt aller aktiven Cannabinoide

30 % (300 mg/g)

THC

Einzelnes psychoaktives Cannabinoid

22 % (220 mg/g)

CBD

Einzelnes nicht-berauschendes Cannabinoid

2 % (20 mg/g)

CBG

Einzelnes Cannabinoid mit eigenen Eigenschaften

1 % (10 mg/g)

THC stellt fast immer den größten Anteil am TAC, aber die anderen Cannabinoide bestimmen die Wirkqualität und das subjektive Erleben erheblich mit. Ein Produkt mit identischem THC-Gehalt kann je nach Begleit-Cannabinoiden völlig unterschiedliche Effekte haben.

Welche Cannabinoide stecken typischerweise im TAC-Wert?

Bis heute sind über 110 Phytocannabinoide in der Hanfpflanze beschrieben worden. Allerdings tauchen nur wenige davon regulär im Laborreport auf, da viele in zu geringen Mengen vorkommen, um zuverlässig gemessen zu werden.

Der TAC-Wert weist je nach Labor meist nur die relevanten Top-Cannabinoide mit Prozentangabe aus. Dutzende weiterer Verbindungen kommen nur in Spuren vor und werden nicht einzeln aufgeführt. Bei medizinischen Cannabis-Produkten, wie sie in Deutschland seit 2017 über Apotheken erhältlich sind, wird eine detailliertere Cannabinoid-Aufstellung immer üblicher.

THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol)

THC wurde in den 1960er-Jahren durch den israelischen Wissenschaftler Raphael Mechoulam isoliert und als Hauptwirkstoff von Cannabis identifiziert. Diese Entdeckung legte den Grundstein für das moderne Verständnis der Cannabinoid-Wirkung.

Das Cannabinoid wirkt primär über CB1-Rezeptoren im Gehirn und imitiert dabei das körpereigene Endocannabinoid Anandamid. Diese Bindung löst das typische High aus, das mit Euphorie, veränderter Wahrnehmung und gesteigertem Appetit einhergeht.

In den meisten modernen Sorten der 2020er-Jahre stellt THC mit 15–30 % den Großteil des TAC-Werts. Dennoch entscheidet THC allein nicht über Stärke, Verträglichkeit oder medizinischen Nutzen eines Produkts.

CBD (Cannabidiol)

CBD ist ein nicht berauschendes Cannabinoid, das in der EU seit etwa 2018/2019 stark in den Fokus gerückt ist. CBD-Öle, Kosmetika und Blüten haben den Mainstream erreicht und sind inzwischen in vielen Ländern frei verkäuflich.

Im Gegensatz zu THC bindet CBD kaum an CB1-Rezeptoren. Stattdessen beeinflusst es Enzyme wie FAAH, das für den Abbau von Anandamid verantwortlich ist. Durch diese Hemmung erhöht CBD die Konzentration des körpereigenen Glücks-Moleküls im System.

Im TAC-Profil kann CBD dämpfend auf manche THC-Effekte wirken. Herzrasen oder Paranoia, die bei empfindlichen Konsumenten auftreten können, werden durch CBD häufig abgemildert. Sorten mit etwa 5–10 % CBD bei moderatem THC werden oft als ausgeglichener beschrieben als reine High-THC-Varianten.

CBG, CBN und CBC

CBG gilt als „Mutter-Cannabinoid”, da es in der Pflanze als CBGA entsteht und anschließend in THC, CBD und andere Verbindungen umgewandelt wird. Je nach Erntezeitpunkt und Genetik kann der CBG-Gehalt stark variieren.

CBN ist ein typisches Abbauprodukt von THC, das in älteren oder oxidierten Blüten zunimmt. Dieses Cannabinoid wird häufig mit sedierenden, schlaffördernden Effekten verknüpft und findet sich vermehrt in Produkten für die abendliche Anwendung.

CBC ist ein weniger erforschtes Cannabinoid, das eher an CB2-Rezeptoren bindet. Wissenschaftler vermuten immunmodulatorische Eigenschaften, wobei die Forschung hier noch am Anfang steht.

Diese Neben-Cannabinoide machen meist nur wenige Prozentpunkte am TAC aus, können das Gesamtprofil aber deutlich beeinflussen und zur Gesamtwirkung beitragen.

Saure Vorstufen: THCA, CBDA & Co.

Frische Cannabisblüten enthalten ihre Cannabinoide überwiegend in saurer Form. THCA, CBDA und CBGA sind die chemischen Vorstufen der bekannten aktiven Cannabinoide.

Erst durch Hitze – beim Rauchen, Vapen oder Backen – werden diese Säuren decarboxyliert und gehen in ihre aktiven Formen über. Dieser Prozess ist der Grund, warum rohes Cannabis kaum psychoaktive Wirkung zeigt.

Labore messen häufig sowohl die Säureform als auch die neutrale Form und berechnen dann den theoretischen Gehalt an aktivem Cannabinoid. Die Formel berücksichtigt dabei den Masseverlust durch die Decarboxylierung (etwa 87,7 % des THCA-Gewichts wird zu THC).

Der TAC-Wert auf dem Etikett berücksichtigt diese Umrechnung bereits, was ihn zu einem praxisnahen Indikator für die tatsächliche Potenz beim Konsum macht.

TAC und der Entourage-Effekt: Warum das Gesamtprofil zählt

Der Entourage Effekt beschreibt die synergistische Wechselwirkung von Cannabinoiden, Terpenen, Flavonoiden und anderen Inhaltsstoffen der Hanfpflanze. Diese Theorie besagt, dass Cannabis-Verbindungen gemeinsam eine andere und oft stärkere Wirkung erzeugen als isolierte Einzelsubstanzen.

Konkrete Beispiele verdeutlichen diesen Mechanismus:

  • CBD kann THC-induzierte Angst abmildern

  • Das Terpen Myrcen verstärkt entspannende Effekte

  • Limonen kann aktivierende und stimmungsaufhellende Wirkungen modulieren

  • CBG kann die Bindung von THC an CB1-Rezeptoren beeinflussen

TAC summiert zwar nur die Cannabinoide, gibt aber indirekt Hinweise auf das mögliche Entourage-Profil einer Sorte. Ein hoher TAC mit diversem Cannabinoidprofil deutet auf komplexere Wirkungen hin als ein hoher TAC, der fast ausschließlich aus THC besteht.

Moderne TAC Cannabinoid-Produkte wie spezielle Vapes oder Öle kombinieren häufig bewusst mehrere Cannabinoide. Ziel ist ein rundes, kontrollierbareres Wirkprofil, das die Vorteile verschiedener Verbindungen vereint und unerwünschte Effekte einzelner Cannabinoide ausgleicht.

Das Bild zeigt eine Auswahl verschiedener Cannabissorten, die sich durch unterschiedliche Farben und Strukturen auszeichnen. Jede Sorte hat ein einzigartiges Cannabinoidprofil, was zu unterschiedlichen Wirkungen und Effekten führt.

Wie werden TAC und Cannabinoid-Profile im Labor gemessen?

In legalen Märkten wird jede Charge von Blüten, Konzentraten und Vapes vor dem Verkauf labortechnisch geprüft. Diese Analyse umfasst sowohl die Potenz (Cannabinoidgehalt) als auch Tests auf Kontaminanten wie Schwermetalle, Pestizide und Schimmel.

Die gängigsten Analysemethoden sind:

Methode

Anwendung

HPLC (Hochleistungsflüssigchromatografie)

Cannabinoid-Quantifizierung

GC (Gaschromatografie)

Terpenprofil-Analyse

ICP-MS

Schwermetall-Nachweis

PCR-Tests

Mikrobiologische Verunreinigungen

Der Ablauf im Labor folgt einem standardisierten Protokoll: Eine kleine repräsentative Probe wird entnommen und in Lösung gebracht. Anschließend trennt die Chromatografie die einzelnen Cannabinoide, die dann quantifiziert werden. Die Ergebnisse erscheinen als Prozentangabe oder in mg/g.

Aus der Summe dieser Einzelwerte wird der TAC-Wert berechnet, der dann als Zahl auf dem Etikett erscheint. Ein typischer TAC liegt bei Blüten zwischen 15 und 35 %.

Wichtiger Hinweis: Die Abkürzung TAC kann auch für „Total Aerobic Count” stehen – die Gesamtkeimzahl. Dieser mikrobielle Wert hat jedoch nichts mit Cannabinoiden zu tun und findet sich in einem anderen Abschnitt des Laborberichts.

TAC und subjektive Wirkung: Macht ein hoher TAC-Wert stärker high?

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass TAC ein direkter Indikator für die Stärke oder High-Potenz eines Produkts sei. Die Realität ist komplexer.

Die Wirkung hängt vor allem von der Verteilung der einzelnen Cannabinoide und dem Terpenprofil ab – nicht nur von der Summe. Zwei Produkte mit identischem TAC können völlig unterschiedliche Erfahrungen liefern.

Betrachten wir zwei Sorten mit jeweils 25 % TAC:

  • Sorte A: 22 % THC + 1 % CBD + 2 % andere Cannabinoide

  • Sorte B: 14 % THC + 8 % CBD + 3 % andere Cannabinoide

Trotz identischem TAC ist Sorte A deutlich psychoaktiver, während Sorte B ein ausgeglicheneres, weniger intensives Erleben bietet. Der TAC allein sagt wenig über die Qualität der Erfahrung aus.

Konsumenten sollten ihre Auswahl eher am detaillierten Cannabinoidprofil und an Erfahrungsberichten orientieren als am höchsten TAC-Wert. Persönliche Faktoren wie Körpergewicht, Stoffwechsel, bestehende Toleranz und allgemeine Empfindlichkeit spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Macht TAC als Zahl „high”?

Nein, TAC selbst ist keine Substanz, sondern eine analytische Kennzahl. High machen nur bestimmte psychoaktive Cannabinoide wie THC und einige seltene Analoga wie THCV.

Ein hoher TAC-Wert geht zwar oft mit hohem THC-Anteil einher, dies ist aber nicht zwingend. CBD-dominante Blüten können einen hohen TAC aufweisen, während sie kaum Rauschwirkung zeigen. Marihuana-Produkte mit 25 % TAC, aber nur 5 % THC und 18 % CBD werden kaum psychoaktive Effekte erzeugen.

Für eine realistische Einschätzung der Rauschintensität sollten Konsumenten vor allem den THC-Gehalt in mg pro Dosis betrachten, nicht den TAC.

Wo findet man TAC-Angaben auf Cannabis- und Cannabinoid-Produkten?

In regulierten Märkten sind TAC-Angaben mittlerweile Standard. Kanada führte mit der Legalisierung 2018 standardisierte Potenzangaben ein, die neben THC und CBD auch den Total Cannabinoids-Wert umfassen. US-Bundesstaaten wie Kalifornien, Colorado und Nevada folgen ähnlichen Protokollen.

In Europa ist die Lage uneinheitlicher. Bei medizinischem Cannabis in Deutschland sind TAC-Angaben seit der Gesetzesänderung 2017 zunehmend üblich. CBD-Shops und Social Clubs handhaben die Deklaration noch unterschiedlich, wobei seriöse Anbieter vollständige Laborberichte bereitstellen.

TAC findet sich typischerweise auf:

  • Blüten-Beuteln und -Dosen

  • Vape-Kartuschen

  • Dabs und Konzentraten

  • Ölen und Tinkturen

Ein typisches Label im Jahr 2024 enthält: Strain-Name, Charge/Batchnummer, Erntedatum, TAC in %, THC in %, CBD in %, optional das Terpenprofil und einen QR-Code zum vollständigen Laborzertifikat.

Beim Online-Kauf oder im Shop sollten Konsumenten gezielt nach Analysenzertifikaten („COA”, „Laborbericht”) fragen. Seriöse Anbieter stellen diese transparent zur Verfügung.

TAC Cannabinoid in modernen Produkten: Vapes, Öle und Mischformulierungen

Der Begriff TAC Cannabinoid wird im Marketing häufig für Produkte verwendet, die bewusst mehrere aktive Cannabinoide kombinieren. Statt nur THC oder CBD hervorzuheben, setzen diese Formulierungen auf ein ausgewogenes Spektrum.

In Europa gewinnen legale Alternativen an Popularität, bei denen Full-Spectrum-Extrakte durch zusätzliche Cannabinoide ergänzt werden. Das Ziel ist ein rundes Profil, das die Vorteile verschiedener Verbindungen vereint. HHC, CBD und CBG werden dabei häufig kombiniert.

Vapes und sublinguale Öle eignen sich besonders gut für solche Formulierungen:

  • Exakte Dosierung: Jeder Zug oder Tropfen liefert eine definierte Menge

  • Schnelle Wirkung: Eintritt bereits nach wenigen Minuten

  • Kontrollierbarkeit: Einfaches Nachdosieren bei Bedarf

Der TAC-Wert hilft bei diesen Produkten, die Gesamtintensität einzuschätzen. Entscheidend bleibt jedoch die genaue Verteilung im Laborbericht. Ein Tac Vape mit 80 % TAC, der hauptsächlich aus CBD besteht, wirkt fundamental anders als einer mit 80 % THC.

Anwendungsbeispiele für TAC-reiche Produkte:

  • Abends zur Entspannung: Produkte mit erhöhtem CBD/CBN-Anteil

  • Tagsüber bei niedriger Dosierung für Fokus: Ausgewogene THC:CBD-Verhältnisse

  • Bei Schlafproblemen: CBN-angereicherte Formulierungen

Das Bild zeigt ein modernes Verdampfergerät mit einer Cannabisöl-Kartusche auf einem neutralen Hintergrund. Der Vaporizer repräsentiert die Vielfalt der Cannabisprodukte und deren Wirkstoffe, einschließlich aktiver Cannabinoide, die für die Nutzer von Bedeutung sind.

Praktische Dosiertipps im Umgang mit TAC-reichen Produkten

Bei neuen TAC-Produkten gilt die Grundregel: Mit einer sehr niedrigen Dosis starten. Ein bis zwei Züge am Vaporizer oder 2–3 mg THC-Äquivalent bei Ölen sind ein sicherer Ausgangspunkt.

Nach der ersten Dosis mindestens 30–60 Minuten abwarten, bevor nachgelegt wird. Besonders bei Edibles oder Ölen kann die volle Wirkung deutlich verzögert einsetzen.

Wichtige Einflussfaktoren auf die individuelle Reaktion:

  • Körpergewicht und Stoffwechsel

  • Bestehende Toleranz durch regelmäßigen Konsum

  • Nahrungsaufnahme vor dem Konsum

  • Gleichzeitig eingenommene Medikamente

  • Allgemeiner Gesundheitszustand

Rechtlicher Hinweis: Nach Konsum von THC-haltigen Produkten darf kein Fahrzeug geführt oder Maschinen bedient werden. In Deutschland gelten strenge Grenzwerte im Straßenverkehr.

Verzicht empfohlen für: Minderjährige, Schwangere, Stillende sowie Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder schweren psychischen Erkrankungen.

Rechtliche Aspekte: Wie wirkt sich TAC auf die Legalität aus?

Nicht der TAC-Wert, sondern der Gehalt an kontrollierten Substanzen entscheidet über die Legalität eines Produkts. In den meisten Rechtsordnungen ist Δ9-THC die entscheidende Substanz.

Die Situation in Deutschland und der EU im Jahr 2024:

Bereich

Regelung

Nutzhanf

THC-Grenzwert 0,3 % (EU-weit)

CBD-Produkte

Novel-Food-Verordnung, keine Heilversprechen

Medizinisches Cannabis

Auf Rezept über Apotheken, BtM-pflichtig

Freizeit-Cannabis

Gesetzesreform 2024 in Deutschland (Eigenanbau, Clubs)

Hochpotente TAC-Produkte mit relevantem THC-Gehalt unterliegen in vielen Ländern dem Betäubungsmittelrecht. Sie sind nur über ärztliche Verordnung oder staatlich regulierte Verkaufsstellen erhältlich.

Synthetische oder halbsynthetische Cannabinoide werden häufig einzeln reguliert. Ihre rechtliche Einstufung kann sich kurzfristig ändern, wie die Geschichte von HHC und anderen THC-Derivaten zeigt.

Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zur allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Konsumenten sollten aktuelle nationale Gesetze und behördliche Hinweise prüfen.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen TAC-reicher Cannabinoidprodukte

Hohe TAC- und THC-Werte können das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Besonders bei unerfahrenen Nutzern oder sensiblen Personen können auftreten:

  • Herzklopfen und erhöhter Puls

  • Schwindel und Benommenheit

  • Angstzustände oder Paranoia

  • Desorientierung und Gedächtnisstörungen

  • Übelkeit, besonders bei übermäßigem Konsum

Jugendliche und junge Erwachsene unter etwa 25 Jahren sind besonders empfindlich für mögliche Langzeitfolgen. Das sich entwickelnde Gehirn kann durch regelmäßigen THC-Konsum negativ beeinflusst werden. Motivation, kognitive Fähigkeiten und das Psychoserisiko sind dokumentierte Risikobereiche.

TAC allein sagt wenig über das Nebenwirkungsprofil aus. Eine Sorte mit moderatem TAC, aber günstigem THC:CBD-Verhältnis kann subjektiv verträglicher sein als ein extremes High-THC-Produkt.

Empfehlungen zur Risikominimierung:

Bei anhaltenden oder schweren Nebenwirkungen wie Panikgefühlen, Brustschmerzen oder anhaltender Desorientierung sollte medizinische Hilfe in Anspruch genommen und der Konsum beendet werden.

Fazit: Wie hilft dir der TAC-Wert beim Umgang mit Cannabinoiden?

TAC ist eine nützliche Kennzahl, die den Gesamtgehalt aktiver Cannabinoide in einem Produkt zusammenfasst. Als alleiniger Maßstab für Stärke oder Qualität taugt der Wert jedoch nicht. Die Welt der Cannabinoide ist komplexer als eine einzelne Zahl suggeriert.

Für eine fundierte Einschätzung sollte immer das gesamte Cannabinoid Profil betrachtet werden. THC-, CBD- und CBG-Gehalt, das Terpenprofil sowie persönliche Ziele – ob Freizeit oder medizinische Anwendung – spielen zusammen.

Labels und Laborberichte bewusst zu lesen lohnt sich. Wer verschiedene Profile vorsichtig ausprobiert, findet mit der Zeit sein persönliches Sweet-Spot-Profil. Das kann eine THC-dominante Sorte sein, eine ausgewogene Alternative mit CBD oder ein spezielles Produkt mit erhöhtem CBG-Anteil.

Verantwortungsvoller Konsum, die Einhaltung lokaler Gesetze und der Blick auf geprüfte Qualität sind am Ende wichtiger als die Jagd nach dem höchsten TAC-Wert. Ein Produkt, das zu den eigenen Bedürfnissen passt, schlägt jedes Mal ein Produkt, das nur auf dem Papier beeindruckt.

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