Die Welt der Cannabinoide entwickelt sich rasant weiter. Während THC und CBD längst im Mainstream angekommen sind, tauchen immer neue Verbindungen auf, die Konsumenten und Forscher gleichermaßen faszinieren. THCB gehört zu diesen neuartigen Substanzen – und wirft viele Fragen auf.
In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du alles Wichtige über Tetrahydrocannabutol: von der chemischen Struktur über die Herstellung bis hin zu rechtlichen Aspekten und praktischen Anwendungshinweisen.
Was ist THCB? (schnelle Antwort für Eilige)
THCB (Tetrahydrocannabutol) ist ein seltenes, psychoaktives Phytocannabinoid, das strukturell eng mit Delta 9 THC verwandt ist. Erstmals sauber charakterisiert wurde es 2019 von einem italienischen Forscherteam, obwohl der Chemiker Roger Adams die Verbindung bereits 1942 im Labor beschrieben hatte.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick: CBD und Autofahren: Erlaubt oder Verboten?
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THCB kommt natürlich nur in Spuren (unter 1 %) in der Cannabispflanze vor
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Für kommerzielle THCB Produkte wird es fast immer halbsynthetisch aus CBD hergestellt
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Die psychoaktive Wirkung wird von vielen Nutzern als stärker als bei klassischem THC beschrieben
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Rechtliche Grauzone in Deutschland und Europa – keine explizite Nennung im BtMG
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Erhältlich als Vape, Gummibärchen, Destillat oder Öl im Online-Shop. Erfahre mehr über ein neues Cannabinoid wie DNT9, das ebenfalls für Aufsehen sorgt.
Wichtig: Die Forschung zu THCB ist noch sehr jung (seit 2019). Alle Angaben zu Wirkung, Nutzen und Risiken sind vorläufig und basieren größtenteils auf Tierversuchen sowie anekdotischen Berichten.

Chemische Struktur von THCB
THCB ist ein Homolog von Delta-9-Tetrahydrocannabinol – das bedeutet, es handelt sich um ein sehr ähnliches Molekül mit einer leicht veränderten Seitenkette. Diese scheinbar kleine Modifikation hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Eigenschaften der Verbindung.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Butylseitenkette: Während Delta 9 Tetrahydrocannabutol eine Butyl-Seitenkette mit vier Kohlenstoffatomen (C4H9) besitzt, weist klassisches THC eine Pentyl-Seitenkette mit fünf Kohlenstoffatomen auf.
Strukturelle Unterschiede im Überblick:
|
Eigenschaft |
THCB (δ9 THC Butyl) |
Delta-9-THC |
THCP |
|---|---|---|---|
|
Seitenketten-Länge |
4 Kohlenstoffe (Butyl) |
5 Kohlenstoffe (Pentyl) |
7 Kohlenstoffe (Heptyl) |
|
Summenformel |
C20H28O2 |
C21H30O2 |
C23H34O2 |
|
Alternative Bezeichnung |
δ9 Tetrahydrocannabinol C4, δ9 THC C4 |
Δ9-THC |
Δ9-THCP |
|
Relative CB1-Affinität |
Hoch |
Referenzwert |
Sehr hoch |
Diese verkürzte Seitenkette beeinflusst direkt, wie das Molekül an die Cannabinoid Rezeptoren im Endocannabinoid System bindet. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Affinität zu CB1 Rezeptoren bei THCB besonders ausgeprägt ist – mit einem Ki-Wert von etwa 15 nM, was auf eine starke Bindung hindeutet.
Herstellung von THCB
Da THCB in der Cannabispflanze meist unter 1 % vorkommt, ist eine direkte Extraktion aus Blüten für die Industrie wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die italienischen Forscher nutzten für ihre Entdeckungen die medizinische Sorte FM2, die natürlicherweise etwas höhere Konzentrationen aufweist – dennoch reichen diese Mengen nicht für eine kommerzielle Produktion.
So wird THCB für den Markt hergestellt:
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Ausgangsmaterial: Hersteller verwenden überwiegend aus Hanf gewonnenes CBD-Isolat als Basis
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Butylresorcin als Baustein: Ein Resorcin-Derivat mit einer C4-Seitenkette dient als chemischer Grundbaustein
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Terpenylierung: Ein Terpen-Fragment wird an das Resorcin-Grundgerüst gekoppelt, um das vollständige THCB-Molekül aufzubauen
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Keine Kettenverlängerung: Es werden keine zusätzlichen Kohlenstoffatome an bestehendes THC gehängt – stattdessen wird ein eigenständiges Molekül synthetisiert
-
Reinigung und Destillation: Das Endprodukt wird mehrfach gereinigt, um hohe Reinheitsgrade für Vapes und Edibles zu erreichen
Die Produktion unterscheidet sich je nach Zweck:
-
Forschungssynthese: Kleine Mengen mit höchstem Reinheitsgrad für wissenschaftliche Untersuchungen
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Kommerzielle Herstellung: Größere Mengen für Vapes, Edibles und Destillate, bei denen Drittanbieter-Labortests die Qualität sichern sollten
Wirkung von THCB auf Körper und Geist
Wie andere psychoaktive Cannabinoide bindet THC B an die Rezeptoren des Endocannabinoid Systems: CB1 (primär im Gehirn und zentralen Nervensystem) und CB2 Rezeptoren (hauptsächlich im Immunsystem und peripheren Geweben). Diese Interaktion löst sowohl psychoaktive als auch potenziell therapeutische Effekte aus.

Was Tierversuche nahelegen (italienische Studien ab 2019):
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Analgetische (schmerzlindernde) Wirkung im Formalin-Mausmodell
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Entzündungshemmende Eigenschaften
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Krampflösende Effekte, ähnlich wie bei Delta-9-THC
-
Hohe Bindungsaffinität: Ki-Wert von 15 nM an CB1, 51 nM an CB2
Typische subjektive Berichte von Konsumenten:
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Euphorie und gehobene Stimmung
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Tiefe Entspannung ohne übermäßige Sedierung
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Leicht gesteigerte Kreativität
-
Teilweise erhöhter Fokus und Konzentration
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Gelegentlich körperbetonte Wirkung
Viele Menschen berichten, dass sie THCB als „klarer im Kopf” empfinden als klassisches THC – weniger sedierend, aber gleichzeitig deutlich potenter. Das Erlebnis wird oft als für Tagesgebrauch geeignet beschrieben, sofern die Dosis niedrig gehalten wird.
Wichtiger Hinweis: Klinische Humanstudien mit definierter Dosis, Placebokontrolle und Langzeitbeobachtung fehlen derzeit weitgehend. Alle Aussagen basieren auf Vorstudien, Tiermodellen oder anekdotischen Erfahrungsberichten.
Mögliche Nebenwirkungen und Risiken
Als stark wirkendes, psychoaktives Cannabinoid bringt THCB prinzipiell ähnliche Risiken wie Delta-9-THC oder andere potente Derivate mit sich. Die höhere CB1-Affinität kann diese Risiken sogar verstärken.
Häufige kurzfristige Nebenwirkungen:
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Trockener Mund („Cottonmouth“, wie er oft bei THC auftritt)
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Rote oder gereizte Augen
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Erhöhter Puls und Herzfrequenz
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Leichter Schwindel
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Koordinationsstörungen
Psychische Nebenwirkungen:
-
Angst und innere Unruhe
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Paranoia, besonders bei hohen Dosen
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Verstärkte Effekte bei empfindlichen Personen
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Erhöhtes Risiko bei vorbelasteter Psyche (z. B. Angststörung, Depression)
Besondere Vorsicht bei Edibles:
Die Potenz von THCB kombiniert mit der langsamen Anflutung bei Edibles wie Gummibärchen kann leicht zu Überdosierungen führen. Die goldene Regel lautet: „Start low, go slow” – beginne mit sehr niedrigen Dosen (z. B. 2–5 mg) und warte mindestens 60–90 Minuten auf die volle Wirkung.
Wichtige Warnhinweise:
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Kein Fahren oder Bedienen von Maschinen unter Einfluss
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Besondere Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Bei Dauermedikation oder psychiatrischer Vorgeschichte: ärztlichen Rat einholen
-
Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit verwenden
THCB im Vergleich zu THC, THCP, THCV & HHC
Um THCB richtig einzuordnen, hilft ein Vergleich mit verwandten Verbindungen aus der „THC-Familie”. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Länge der Seitenkette – und damit in Potenz, Wirkdauer und subjektivem Erlebnis.

THCB vs. Delta-9-THC
|
Aspekt |
THCB |
Delta-9-THC |
|---|---|---|
|
Seitenkette |
Butyl (C4) |
Pentyl (C5) |
|
CB1-Bindung |
Stärker |
Referenzwert |
|
Geschätzte Potenz |
1,5–2× THC |
Baseline |
|
Wirkprofil |
Klarer, weniger sedierend |
Klassisches High |
|
Forschungsstand |
Sehr begrenzt (seit 2019) |
Umfangreich erforscht |
|
Rechtsstatus |
Grauzone |
In vielen Ländern reguliert |
THCB vs. THCP
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THCP: Heptyl-Seitenkette (C7), Tierversuche legen eine 10–30-fach höhere CB1-Affinität gegenüber THC nahe
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Sehr intensives High, eher für erfahrene Konsumenten geeignet
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THCB: Moderate bis hohe Potenz, liegt gefühlt zwischen THC und THCP
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Besser dosierbar, weniger „überfordernd” für die meisten Nutzer
THCB vs. THCV
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THCV: Kürzere Propyl-Seitenkette (C3)
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In niedriger Dosis kann THCV CB1 teilweise blockieren (anti-High-Effekt)
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In hoher Dosis selbst psychoaktiv, oft als anregend beschrieben
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THCB: Durchgängig agonistisch am CB1-Rezeptor
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Deutliche psychoaktive Wirkung, eher klassisch „THC-artig”
THCB vs. HHC
-
HHC: Hydrierte THC-Variante mit zusätzlichem Wasserstoff
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Ca. 70–80 % der THC-Potenz, von vielen Nutzern als „weicher” empfunden
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Tendenziell körperlastig und entspannend
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THCB: Deutlich stärker, mehr Kopf-High
-
Je nach Nutzer weniger Müdigkeit als bei HHC oder Delta-9-THC
THCB vs. THCH und THCJD
Neben den bekannteren Verbindungen gibt es weitere Cannabinoide im Spektrum:
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THCH (Tetrahydrocannihexol, C6): Belebende Wirkung auf Stimmung und Fokus
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THCJD: Noch weniger erforscht, wird in einigen Produkten als Kombination angeboten
THCB-Produkte: Formen, Qualität & Anwendung
Seit etwa 2022/2023 taucht THCB vermehrt in europäischen Online-Shops auf – teilweise als Reaktion auf Verbote von HHC, HHCO und stark wirkenden THCP-Produkten in einzelnen Ländern. Die Produktion und der Vertrieb erfolgen oft über spezialisierte Marken.
Typische Produktformen:
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Einweg-Vapes und Cartridges: Oft 1 ml Kartuschen mit 70–90 % THCB-Destillat
-
Edibles: Gummibärchen oder Schokoriegel mit definierten mg-Angaben (z. B. 5–25 mg pro Stück)
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Angereicherte Blüten: CBD-Blüten mit aufgesprühtem THCB-Destillat
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Öle und Tinkturen: Tropfflaschen für sublinguale Anwendung
Qualitätsmerkmale, auf die du achten solltest:
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Kriterium |
Worauf achten? |
|---|---|
|
Herkunft |
EU- oder USA-basierte Hersteller mit transparenter Website |
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Laboranalysen |
Aktuelle COAs (Certificates of Analysis) für Gehalt und Schadstoffe |
|
Drittlabor-Tests |
Unabhängige Prüfung, nicht nur Herstellerangaben |
|
Inhaltsstoffe-Liste |
Vollständige Auflistung aller Cannabinoide und Trägersubstanzen |
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Kundenbewertungen |
Erfahrungsberichte anderer Käufer prüfen |
Praktische Dosierhinweise:
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Edibles: Starte mit 2–5 mg, warte mindestens 60–90 Minuten
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Vapes: 1–2 Züge, dann 15–20 Minuten Pause
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Berücksichtige deine individuelle Toleranz und Vorerfahrung
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Bei Mischprodukten (THCB + Delta-8, THCP oder HHC): Noch vorsichtiger dosieren
Hinweis: Viele Produkte enthalten Kombinationen verschiedener Cannabinoide. Diese Mischungen erhöhen das Risiko schwer abschätzbarer Kombinationswirkungen. Achte auf vollständige Produktinformationen, bevor du etwas in den Warenkorb legst – ein Rabatt sollte nie auf Kosten der Sicherheit gehen.
Rechtlicher Status von THCB (Deutschland, EU & USA)
THCB wird in vielen Ländern nicht explizit im Gesetz genannt. Aufgrund seiner Herkunft aus Cannabis und seiner psychoaktiven Wirkung kann es jedoch ähnlich wie THC bewertet werden – die Lage ist komplex und dynamisch.
Deutschland
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THCB ist im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) Stand Anfang 2026 nicht namentlich aufgeführt
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Aufgrund der strukturellen Nähe zu THC könnten Behörden es als THC-Analogon einstufen
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Die Einschätzung erfolgt oft als Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung der Analoga-Regelungen
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Das im April 2024 in Kraft getretene Cannabisgesetz (Teil-Legalisierung) bezieht sich auf THC und Cannabisblüten – nicht auf neuartige, hochkonzentrierte Derivate wie THCB
EU allgemein
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Kein einheitliches EU-weites THCB-Gesetz existiert
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Viele Staaten orientieren sich an bestehenden THC-Regeln
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„Neue psychoaktive Substanzen” werden in einigen Ländern pauschal kontrolliert
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Nationale Gesetzgebung (z. B. Österreich, Frankreich, Italien, Tschechien) unbedingt prüfen
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Regeln haben sich 2023–2025 teilweise mehrfach geändert
USA
-
Nach der Farm Bill 2018: Hanf-Derivate mit <0,3 % Delta-9-THC auf Bundesebene legal
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Voraussetzung: Herstellung aus zertifiziertem Industriehanf
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Aber: Mehrere Bundesstaaten haben seit 2021/2022 eigenständige Beschränkungen eingeführt
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Delta-8-THC, THCP, HHC und ähnliche Verbindungen sind in manchen Staaten verboten
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THCB kann unter diese Beschränkungen fallen
Wichtig für alle Leser: Die rechtliche Lage ist dynamisch. Prüfe stets aktuelle nationale Gesetze und gegebenenfalls Rechtsprechung zu „neuen Cannabinoiden”. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Fragen wende dich an einen Fachanwalt oder informiere dich auf offiziellen Behörden-Websites. Für Updates kannst du dich auch per E Mail bei spezialisierten Informationsportalen anmelden.
THCB und Drogentests
Standard-Drogentests (Urin, Blut, Speichel) zielen in der Regel auf THC-Metaboliten ab, nicht spezifisch auf THCB. Dennoch besteht ein erhebliches Risiko für positive Testergebnisse.
Was du wissen solltest:
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Die strukturelle Nähe von THCB zu THC und anderen Cannabinoiden macht es sehr wahrscheinlich, dass Abbauprodukte in vielen Testsystemen als „THC-positiv” erkannt werden
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Wissenschaftliche Daten zu konkreten Nachweisfenstern und Cut-Off-Werten für THCB sind derzeit begrenzt
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Die Metabolitenprofil-Forschung existiert erst seit 2019
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Ein Sicherheitsrisiko besteht bei alles, was mit beruflichen oder rechtlichen Konsequenzen verbunden ist
Praktische Empfehlung:
Personen, die beruflichen oder rechtlichen Drogentests unterliegen (Fahrer, Piloten, bestimmte Behörden, Bewährungsauflagen), sollten THCB meiden, wenn sie keine positiven THC-Testergebnisse riskieren wollen. Die Ergebnisse eines Tests können erhebliche Konsequenzen haben – das Gebiet ist noch zu wenig erforscht für verlässliche Aussagen zur Nachweisbarkeit.
Aktuelle Forschung und zukünftige Perspektiven
Seit der strukturellen Charakterisierung 2019 durch italienische Forscher erhält THCB zunehmend Aufmerksamkeit in der wissenschaftlichen Literatur. Der Großteil der verfügbaren Daten stammt jedoch aus Tiermodellen und In-vitro-Untersuchungen.
Wesentliche Forschungsfelder:
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Bereich |
Stand der Forschung |
|---|---|
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Pharmakodynamik |
Bindungsstärke an CB1/CB2 charakterisiert; Vergleich zu THC und THCP in Vorstudien |
|
Pharmakokinetik |
Aufnahme, Verteilung, Metabolisierung beim Menschen: kaum Daten verfügbar |
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Therapeutisches Potenzial |
Schmerz, Entzündung, Krampfanfälle – vielversprechende Ergebnisse in Tiermodellen |
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Langzeitfolgen |
Keine belastbaren Daten vorhanden |
Limitationen der bisherigen Studien:
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Kleine Stichprobengrößen
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Kurze Beobachtungszeiträume
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Überwiegend Tiermodelle (z. B. Maus-Schmerzmodelle)
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Keine standardisierten Dosierungsprotokolle für Menschen
Perspektivisch mögliche Entwicklungen:
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Standardisierte THCB-Medikamente (ähnlich zu Nabiximols/„Sativex” bei THC/CBD), falls Wirksamkeit und Sicherheit in der Reihe von Humanstudien nachgewiesen werden
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Bessere Regulierung und Qualitätsstandards für neuartige Cannabinoide in der EU und weltweit
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Integration in das therapeutische Spektrum der Cannabinoid-Medizin
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Klärung der Rolle im Entourage-Effekt durch Kombination mit anderen Cannabinoiden
Die Entdeckungen der letzten Jahre haben gezeigt, wie vielfältig die Welt der Cannabinoide ist. Wissenschaftler auf diesem Gebiet arbeiten kontinuierlich daran, die Informationen und das Wissen über Verbindungen wie THCB zu erweitern – eine regelrechte Entdeckungsreise in das Potenzial der Cannabispflanze.

Fazit: Für wen ist THCB interessant – und worauf solltest du achten?
THCB ist ein relativ neues, potentes Cannabinoid mit THC-ähnlicher Struktur, stärkerer CB1-Bindung und noch kaum erforschten Langzeitfolgen. Es positioniert sich im Vergleich zu anderen Verbindungen als „mittlere Option” – potenter als klassisches THC, aber zugänglicher als das extreme THCP.
THCB kommt vor allem für erfahrene Cannabinoid-Nutzer in Frage, die mit der Wirkung von THC vertraut sind und sich der höheren Potenz sowie der rechtlichen Grauzone bewusst sind. Für Anfänger oder Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen ist besondere Vorsicht geboten.
Konkrete Handlungsempfehlungen:
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✅ Nur laborgeprüfte Produkte seriöser Hersteller nutzen – achte auf aktuelle COAs
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✅ Mit sehr niedrigen Dosen beginnen, besonders bei Edibles (2–5 mg)
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✅ Rechtliche Lage im eigenen Land vorab prüfen – der Weg durch die Gesetzgebung ist komplex
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✅ Bei gesundheitlichen Problemen oder Dauermedikation vorab ärztlichen Rat einholen
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✅ Mischprodukte mit Vorsicht genießen und Inhaltsstoffe genau studieren
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✅ Keine Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss
THCB bietet zwar spannende therapeutische Perspektiven – von Schmerzlinderung bis hin zu entzündungshemmenden Aktivitäten. Derzeit sollte es jedoch vor allem als experimenteller Wirkstoff angesehen werden, bis solide Humanstudien vorliegen.
Die Cannabinoid-Forschung entwickelt sich rasant weiter. Was heute noch Neuland ist, könnte morgen bereits besser verstanden sein. Bleibe informiert, handle verantwortungsvoll – und vergiss nicht: Die Größe deiner Erfahrung hängt nicht von der Dosis ab, sondern von deinem Wissen und deiner Vorsicht.
Hast du Fragen zu THCB oder anderen Cannabinoiden? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren oder melde dich für unseren Newsletter an, um über neue Entwicklungen in der Cannabinoid-Forschung auf dem Laufenden zu bleiben.


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