Mit der Cannabis Legalisierung in Deutschland hat sich auch die Rechtslage im Straßenverkehr grundlegend verändert. Seit dem 22. August 2024 gilt ein neuer THC Grenzwert, der für alle Autofahrerinnen und Autofahrer bindend ist. Wer nach dem Konsum von Cannabis ans Steuer will, muss jetzt genau wissen, welche Werte erlaubt sind – und welche Konsequenzen bei einer Überschreitung drohen.
Dieser Leitfaden erklärt Ihnen alles, was Sie zum Thema Cannabis am Steuer wissen müssen: von den geltenden Bestimmungen über Bußgelder bis hin zu den besonderen Regelungen für Fahranfänger und Patienten mit medizinischem Cannabis.

Kurzüberblick: Neuer THC-Grenzwert im Straßenverkehr
Seit dem 22. August 2024 gilt in Deutschland ein klarer THC Grenzwert im Straßenverkehr: 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum (3,5 ng ml). Dieser Wert wurde wissenschaftlich erarbeitet und entspricht in etwa dem Beeinträchtigungsrisiko der 0,5 Promille Grenze bei Alkohol.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
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Grenzwert: 3,5 ng ml THC im Blutserum
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In Kraft seit: 22. August 2024
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Bußgeld beim ersten Verstoß: 500 Euro
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Fahrverbot: 1 Monat
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Punkte in Flensburg: 2 Punkte
Besonders streng bei Mischkonsum:
Wer Cannabis und Alkohol kombiniert, muss mit deutlich härteren Strafen rechnen. Bereits ab 0,2 Promille Blutalkohol in Verbindung mit THC drohen:
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1.000 Euro Bußgeld
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1–3 Monate Fahrverbot
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2 Punkte in Flensburg
Die Polizei kann bei Verdacht auf THC im Blut eine Blutprobe anordnen. Erst der Laborwert aus dem Blutserum ist rechtlich maßgebend.
Cannabis-Legalisierung und THC-Grenzwert: Rechtslage seit 1. April 2024
Mit der Teillegalisierung von Cannabis am 1. April 2024 hat sich in Deutschland vieles geändert. Das Cannabis Gesetz (offiziell: Konsumcannabisgesetz) regelt den legalen Besitz und Eigenanbau – doch am Steuer gelten weiterhin klare Grenzen.
Cannabis ist seit April 2024 nicht mehr als Betäubungsmittel nach dem BtMG eingestuft. Das Cannabisgesetz schafft damit einen neuen rechtlichen Rahmen. Dennoch: Wer unter dem Einfluss von THC ein Auto führt, begeht nach § 24a StVG eine Ordnungswidrigkeit.
Was das Cannabis Gesetz erlaubt:
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Öffentlicher Raum: Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis
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Zu Hause: Besitz von bis zu 50 Gramm Cannabis
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Eigenanbau: Bis zu drei Cannabis-Pflanzen pro volljähriger Person in der eigenen Wohnung
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Anbauvereine: Cannabis Social Clubs werden ab 2025 erwartet
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Kommerzielle Fachgeschäfte: Bundesweit noch nicht geöffnet
Was weiterhin verboten bleibt:
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Cannabis Konsum in der Nähe von Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen
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Weitergabe an Minderjährige
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Fahren unter THC-Einfluss oberhalb des Grenzwerts
Die Entkriminalisierung des Cannabiskonsums ändert nichts daran, dass Fahruntüchtigkeit nach wie vor streng geahndet wird.
THC-Grenzwert im Straßenverkehr: Was hat sich 2024 geändert?
Vor der Neuregelung gab es keinen gesetzlich festgeschriebenen THC Wert. Gerichte orientierten sich an einem analytischen Nachweisgrenzwert von 1,0 ng/ml – ein Wert, der bereits bei geringsten Rückständen im Blut überschritten werden konnte.
Der neuer THC Grenzwert von 3,5 ng ml schafft nun Rechtssicherheit. Er wurde am 6. Juni 2024 vom Bundestag beschlossen und am 5. Juli 2024 vom Bundesrat bestätigt. Die Änderung des Straßenverkehrsgesetzes trat am 22. August 2024 in Kraft.
Alt vs. Neu im Vergleich:
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Aspekt |
Vor August 2024 |
Seit 22. August 2024 |
|---|---|---|
|
Grenzwert |
1,0 ng/ml (Richtwert) |
3,5 ng/ml (gesetzlich) |
|
Rechtsgrundlage |
Rechtsprechung |
§ 24a StVG |
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Vergleichbar mit |
Keine Entsprechung |
0,2–0,5 Promille Alkohol |
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Sanktion bei Ersttätern |
Variable Auslegung |
500 Euro, 1 Monat Fahrverbot |
Die Anhebung des Grenzwerts soll verhindern, dass Gelegenheitskonsumenten bereits bei geringsten Restwerten bestraft werden – ohne dabei die Verkehrssicherheit zu gefährden. Der Wert von 3,5 Nanogramm THC entspricht laut Experten dem Punkt, an dem verkehrsrelevante Beeinträchtigungen wahrscheinlich werden.
Null-Toleranz-Regel für Fahranfänger und unter 21-Jährige
Für Fahranfänger in der Führerschein Probezeit und alle Personen unter 21 Jahren gilt ein absolutes Cannabis Verbot am Steuer. Der reguläre Grenzwert von 3,5 ng/ml greift hier nicht.
Was das bedeutet:
-
Bereits nachweisbare THC-Mengen gelten als Verstoß
-
Keine Toleranzgrenze wie bei erfahrenen Autofahrern
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Vergleichbar mit der 0,0-Promille-Regel bei Alkohol für Fahranfänger
Konkrete Konsequenzen:
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250 Euro Bußgeld
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1 Punkt in Flensburg
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Einstufung als A-Verstoß
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Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre
-
Verpflichtung zum Aufbauseminar
Bei Mischkonsum oder wiederholten Verstößen drohen zusätzlich höhere Bußgelder und im schlimmsten Fall der Führerscheinentzug. Für Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Konsum von Cannabis ohnehin vollständig untersagt.
THC-Grenzwert in der Praxis: Messung, Restwerte und Unsicherheiten
Anders als Alkohol wird THC im Körper deutlich langsamer abgebaut. Der Wirkstoff ist lipophil – er lagert sich im Fettgewebe ein und kann über Tage oder sogar Wochen nachweisbar bleiben.

Der Grenzwert im Straßenverkehr wird immer in Nanogramm pro Milliliter Blutserum (ng/ml) gemessen. Bei einer Verkehrskontrolle erfolgt zunächst meist ein Vortest über Speichel oder Urin. Der rechtlich verbindliche Wert stammt jedoch aus einer Blutprobe, die nach polizeilichem Verdacht entnommen wird.
Praxisbeispiele für unterschiedliche Konsummuster:
|
Konsumtyp |
THC-Konzentration nach Konsum |
Nachweisbarkeit |
|---|---|---|
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Gelegenheitskonsum (1 Joint) |
Kurzfristig deutlich über 3,5 ng/ml |
12–24 Stunden |
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Regelmäßiger Konsum |
Restwerte von mehreren ng/ml |
Tage bis Wochen |
|
Medizinische Einnahme |
Konstant erhöhte Werte möglich |
Dauerhaft |
Wichtig zu verstehen:
-
Pauschale Wartezeiten wie „24 Stunden nach dem letzten Konsum” sind nur grobe Orientierungen
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Stoffwechsel, Dosis, Konsumhäufigkeit und Körperfettanteil beeinflussen den Abbau stark
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Bei Dauerkonsumenten können Restwerte über 3,5 ng/ml noch Tage nach dem letzten Konsum auftreten
-
Eine sichere Fahrt ist nur möglich, wenn keine akute Wirkung mehr spürbar ist
Wissenschaftliche Grundlage des Grenzwerts von 3,5 ng/ml
Der Wert von 3,5 Nanogramm wurde nicht willkürlich festgelegt. Eine interdisziplinäre Expertengruppe im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) hat ihn auf Basis empirischer Studien erarbeitet.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse:
-
Unterhalb von 3,5 ng/ml ist bei erfahrenen Fahrerinnen und Fahrern typischerweise keine ausgeprägte verkehrsrelevante Beeinträchtigung zu erwarten
-
Die Wirkung entspricht in etwa 0,2 bis 0,5 Promille Alkohol – je nach individueller Toleranz
-
Höhere Konzentrationen (13,8–18,4 ng/ml) zeigen deutlich ausgeprägtere Defizite
Ein exakter „Nüchternheitswert” lässt sich bei THC nicht ermitteln. Der Wirkstoff wird anders als Alkohol nicht linear abgebaut, und die subjektive Beeinträchtigung variiert stark zwischen Personen. Experten betonen, dass auch Werte unterhalb des Grenzwerts bei unerfahrenen Konsumenten zu Fahrfehlern führen können.
Bußgelder, Fahrverbot und Führerschein: Konsequenzen bei THC-Verstößen
Wer den Grenzwert von 3,5 ng ml THC im Blutserum überschreitet, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a des Straßenverkehrsgesetzes. Die Konsequenzen sind klar gestaffelt.
Neue Bestimmungen und Bußgelder im Überblick:
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Verstoß |
Bußgeld |
Fahrverbot |
Punkte |
|---|---|---|---|
|
Erster THC-Verstoß |
500 Euro |
1 Monat |
2 |
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Zweiter THC-Verstoß |
1.000 Euro |
3 Monate |
2 |
|
Dritter THC-Verstoß |
1.500 Euro |
3 Monate |
2 |
|
Mischkonsum (THC + ab 0,2 Promille) |
1.000 Euro |
1–3 Monate |
2 |
Strafrechtliche Konsequenzen:
Neben der Ordnungswidrigkeit können auch strafrechtliche Folgen eintreten, wenn:
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Es zu einem Unfall kommt
-
Andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden
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Eine offensichtliche Fahruntüchtigkeit vorliegt (§ 316, § 315c StGB)
Die Fahrerlaubnisbehörde kann unabhängig vom Bußgeldverfahren Eignungsprüfungen anordnen. Das bedeutet: Selbst wenn das Bußgeldverfahren abgeschlossen ist, kann die Behörde ein ärztliches Gutachten oder eine MPU verlangen.
MPU und Führerscheinentzug: Wann wird es richtig ernst?
Nicht jede Überschreitung des Grenzwerts führt automatisch zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Doch bei bestimmten Konstellationen wird es kritisch.
Wann die MPU droht:
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Bei wiederholten THC-Verstößen
-
Bei Unfällen unter Cannabiseinfluss
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Bei erkennbar fehlender Fähigkeit, Konsum und Fahren zu trennen
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Bei sehr hohen THC-Konzentrationen (deutlich über dem Grenzwert)
-
Bei Mischkonsum mit anderen Substanzen
Was eine MPU bedeutet:
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Kosten von mehreren Hundert bis über Tausend Euro
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Zeitaufwändige Vorbereitung und Nachweise der Abstinenz
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Ohne bestandene MPU keine Rückgabe des Führerscheins
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Mögliche Sperrfristen vor der Wiedererteilung
Die Bundesregierung hat mit der Anhebung des Grenzwerts zwar die Hürde für eine automatische MPU beim ersten Verstoß gesenkt. Dennoch können die Betroffenen bei Auffälligkeiten weiterhin zur Begutachtung aufgefordert werden.
Mischkonsum: Cannabis und Alkohol am Steuer
Mischkonsum gilt als besonders gefährlich und wird rechtlich deutlich strenger bewertet als reiner Cannabiskonsum. Die Wirkung beider Substanzen verstärkt sich gegenseitig.
So wirken Cannabis und Alkohol zusammen:
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Cannabis: Verlangsamte Reaktionszeit, veränderte Wahrnehmung, eingeschränktes Zeitgefühl
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Alkohol: Erhöhte Risikobereitschaft, Fehleinschätzung von Geschwindigkeiten und Abständen
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Kombination: Potenzierte Beeinträchtigung mit deutlich erhöhtem Unfallrisiko

Rechtliche Konsequenzen bei Mischkonsum:
Bereits ab 0,2 Promille Blutalkohol in Kombination mit THC über dem Grenzwert drohen:
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Mindestens 1.000 Euro Bußgeld
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2 Punkte in Flensburg
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1–3 Monate Fahrverbot
Bei Unfällen oder erkennbar stark eingeschränkter Fahrtüchtigkeit können Gerichte Mischkonsum auch strafrechtlich nach § 315c StGB werten – mit möglichen Freiheitsstrafen.
Klare Empfehlung: Kein Autofahren nach irgendeiner Kombination von Alkohol und Cannabis. Die Risiken sind zu hoch, die Konsequenzen zu schwerwiegend.
Besondere Risiken für Fahranfänger beim Mischkonsum
Fahranfänger sind aufgrund geringerer Erfahrung im Verkehr besonders gefährdet. Für sie gelten noch strengere Regelungen.
Was Fahranfänger wissen müssen:
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Null-Toleranz für Alkohol (0,0 Promille) UND Cannabis
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Bereits ein einmaliger Mischkonsum-Verstoß führt zum A-Verstoß
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Probezeitverlängerung um 2 Jahre
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Verpflichtung zum Aufbauseminar
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Bei Unfällen: Versicherungen können Leistungen kürzen oder Regress fordern
Die Konsequenzen können den Führerschein gefährden, noch bevor die Probezeit überhaupt abgeschlossen ist. Für unter 21-Jährige gilt dies unabhängig davon, wie lange sie den Führerschein bereits besitzen.
Medizinisches Cannabis und THC-Grenzwert: Was gilt für Patienten?
Viele Menschen in Deutschland nutzen ärztlich verordnetes Cannabis – etwa bei chronischen Schmerzen, Spastik oder bestimmten psychiatrischen Diagnosen. Das Medizinal Cannabisgesetzes regelt den legalen therapeutischen Einsatz.
Die gute Nachricht: § 24a StVG sieht eine Ausnahme für den verkehrsrechtlich zulässigen Gebrauch von Medikamenten vor. Das gilt auch für medizinisches Cannabis bei vorschriftsmäßiger Einnahme.
Voraussetzungen für die Ausnahme:
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Gültige ärztliche Verordnung
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Einnahme gemäß der verschriebenen Dosierung
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Keine akute Berauschung oder deutliche Beeinträchtigung
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Stabile Einstellung auf das Medikament
Empfehlungen für Patienten:
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Ärztliche Bescheinigung und Cannabis-Patientenausweis mitführen
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Bei Kontrollen ruhig und sachlich auf die medizinische Indikation hinweisen
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Niemals fahren, wenn eine akute Wirkung spürbar ist
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Regelmäßige Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zur Fahreignung
Die Fahrerlaubnisbehörde kann im Einzelfall prüfen, ob die Fahreignung dauerhaft gegeben ist. Bei hohen Dosen oder zusätzlichem Alkoholkonsum können trotz Rezept Zweifel entstehen.
Abgrenzung: Therapeutischer Gebrauch vs. missbräuchlicher Konsum
Gerichte und Behörden unterscheiden klar zwischen dokumentierter Dauermedikation und spontanem Freizeitkonsum.
Was als therapeutischer Gebrauch gilt:
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Regelmäßige, ärztlich kontrollierte Einnahme
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Dokumentation durch Rezepte und Arztberichte
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Stabile Dosierung ohne Rauschzustände
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Einhaltung der verkehrsmedizinischen Vorgaben
Was als missbräuchlicher Konsum gewertet wird:
-
Unregelmäßiger oder heimlicher Konsum außerhalb der Verordnung
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Höhere Dosen als verschrieben
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Kombination mit Alkohol oder anderen Substanzen
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Fehlende ärztliche Überwachung
Bei Zweifeln können ärztliche oder medizinisch-psychologische Gutachten verlangt werden. Patienten sollten ihre Einnahme sorgfältig dokumentieren und regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen.
Kritik, offene Fragen und Ausblick zum THC-Grenzwert
Der neue Grenzwert von 3,5 ng/ml wird von Fachleuten, Polizei und Interessenverbänden unterschiedlich bewertet. Der Stand der Diskussion zeigt, dass es sich um einen politischen und wissenschaftlichen Kompromiss handelt.
Kritikpunkte aus verschiedenen Richtungen:
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Einige Experten fordern höhere Schwellen (4–7 ng/ml) und ein abgestuftes System ähnlich zu Alkohol
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Der ADAC empfiehlt weiterhin völlige Abstinenz vor dem Autofahren
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Kritik, dass keine verbindliche Regel zu Speichel- oder Schnelltests aufgenommen wurde
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Bedenken bezüglich der Gerechtigkeit für Dauerkonsumenten mit hohen Restwerten ohne akute Beeinträchtigung
Wie Gerichte entscheiden:
Trotz des klaren Grenzwerts müssen Gerichte weiterhin einzelfallbezogen urteilen – besonders bei:
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Extrem hohen THC-Werten
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Sichtbarer Fahrunsicherheit
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Mischkonsum mit anderen Substanzen
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Unfällen mit Personenschaden
Ausblick auf mögliche Entwicklungen:
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Standardisierte Speicheltests für schnellere Kontrollen
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Digitale Auswertungsmethoden zur Beurteilung der akuten Beeinträchtigung
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Regelmäßige Überprüfung des Grenzwerts anhand neuer Studienergebnisse
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Mögliche Anpassung der MPU-Grenzwerte (aktuell diskutiert: 13,8–18,4 ng/ml)
Öffentliche Meinung und Verkehrssicherheit
Umfragen – etwa von Automobilclubs im Januar 2024 – zeigen eine deutliche Skepsis gegenüber Cannabis am Steuer in der Bevölkerung.
Was die Befragungen ergeben:
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Eine Mehrheit stuft Fahren nach Cannabiskonsum als gefährlich und schwer einschätzbar ein
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Gleichzeitig hat ein relevanter Anteil der Bevölkerung bereits Cannabis konsumiert
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Die praktische Bedeutung des neuen Grenzwerts betrifft Millionen von Menschen
Fazit zur Verkehrssicherheit:
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Der Grenzwert bietet mehr Rechtssicherheit als die alte Regelung
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Aufklärungskampagnen bleiben notwendig, um Risiken zu kommunizieren
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Individuelle Verantwortung jedes Einzelnen ist entscheidend
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Die Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer hat Vorrang vor Bequemlichkeit
Bündnis 90 Die Grünen und die Koalitionsfraktionen haben mit dem neuen Gesetz einen Rahmen geschaffen, der Konsum ermöglicht und Mobilität regelt. Die Umsetzung in der Praxis wird zeigen, ob der Wert von 3,5 ng/ml die richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit darstellt.
Was Sie mitnehmen sollten:
Der THC Grenzwert von 3,5 ng ml THC im Blutserum gilt seit August 2024 als verbindliche Grenze im deutschen Straßenverkehr. Wer nach dem Konsum von Cannabis Auto fährt, trägt die volle Verantwortung für die eigene Fahreignung. Pauschale Wartezeiten gibt es nicht – der Einfluss von THC variiert zu stark von Person zu Person.
Informieren Sie sich vor jeder Fahrt, ob Sie wirklich fit genug sind. Im Zweifel lassen Sie das Auto stehen. Die Konsequenzen eines Verstoßes – von Bußgeld über Führerscheinentzug bis zur MPU – können Ihre Mobilität und Ihren Alltag auf Jahre beeinträchtigen.


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